2 In sanvie|mini Aus dem Leben

Unser zweites Auto … der Thule Chinook 2

Seit fast genau einem Jahr sind wir nun mit dem Chinook 2 von Thule unterwegs und er hat sich mehr als praktisch erwiesen und es wird Zeit, dass ich ihn euch heute mal vorstelle.

Wir haben lange überlegt welchen Fahrradanhänger wir für zwei nutzen wollen, hatten sogar über ein Lastenrad nachgedacht. Schnell war aber klar, dass wir etwas brauchen, was sich auch in Buggy Version schieben lässt und somit ist das Lastenrad vorerst wieder rausgefallen. Der Chinook ist es letztendlich wegen seiner Maße und natürlich auch wegen seiner Optik geworden. Er ist für einen Zweier mit 80 cm Breite nämlich noch recht schmal, allerdings muss ich im Supermarkt mit ihm trotzdem durch die Behindertenkasse. Hatte gehofft, das bleibt einem erspart. Zudem ist der Chinook super gefedert. Wir hatten damals mit Emil allein schon die Cougar mit der besseren Federung gewählt und das nie bereut. Denn tatsächlich ist es gerade auf Fahrradwegen oder auch Feldwegen manchmal recht huckelig und da die Jungs immer schon mit ca. 4 Monaten darin unterwegs waren ist das glaube ich eine gute Mehrinvestition.Die Sitze kann man in Liegeposition stellen kann und bei längeren Strecken darin bequem geschlummert werden kann. Es war allerdings etwas kompliziert eine Babyschale einzubauen. Wir hatten die von Weber und mussten daran etwas rumbasteln, damit sie hielt und ich habe bis heute nicht rausgefunden, ob es dazu eine passende Babyhängematte gibt. Aber es hat mit etwas Bastelei dann ja auch gut mit der Weberschale funktioniert und unsere Nachbarn, die den Einer fahren sind auch mit einem Säugling und dieser Schale unterwegs, da hat es auch gut geklappt.

Ich finde an dem Chinook auch besonders praktisch, dass es nur das eine Rad vorne gibt und man nicht, wenn man mit dem Rad unterwegs in die Stadt ist und dann aber in der Fußgängerzone das Fahrrad abstellt und nur noch schiebt erst mit zwei einzelnen kleinen Buggy Rädern rumhantieren muss, wie es bei Cougar der Fall war. Das ganze ist zwar an ein besonderes Sicherheitssystem am Lenkgriff gebunden, aber hat man den Bogen erstmal raus, lässt sich das leicht und bequem bedienen. Und er fährt sich durch die 3 Räder natürlich besser, auch im Sand am Strand. Da haben wir beim Cougar damals immer das Joggingrad genutzt. Denn mit den kleinen war es durch tieferen Sand etwas schwer und mit dem Gewicht von zwei Kindern undenkbar. Das einzelne Rad kann man übrigens auch so feststellen, dass man mit den beiden auch Joggen gehen könnte. Haben wir nur bisher nicht gemacht. Irgendwie fehlt einem mit zwei kleinen Kindern doch die Energie für Sport, nicht nur mir, sondern auch dem Mann.

Wir haben noch ein paar Extras dazu, die ich auch empfehlen würde, wenn ihr euch für diesen Anhänger interessiert. Vor allem das Regenverdeck macht Sinn, denn mit dem was dazu gehört bin ich eher weniger zufrieden. Bei uns klemmte der Reißverschluss schnell und wir mussten es aufgrund von lösenden Nähten gleich zu Beginn auch schon mal einschicken lassen. Das wurde allerdings ohne Problem ausgetauscht und ausgebessert. Das zum Anhänger dazugehörige Regenverdeck wird halt hier nur durch so kleine Schlaufen befestigt und nicht wie beim Cougar mit Reißverschluss geschlossen. Es ist ziemliches Gefrickel und bei Wind auch nicht so festgeschlossen, daher würde ich das zusätzliche Regenverdeck immer wieder dazu kaufen.

Wir haben ebenfalls so eine Art Gepäckträger dazu. Den gab es damals im Set mit zukaufen und wir waren nicht sicher, ob wir ihn brauchen würden, aber er hat sich gerade für Einkäufe oder das Laufrad als besonders praktisch erwiesen. Man könnte dort sogar den Maxi Cosi festmachen. Nicht unbedingt während der Fahrt, aber wenn man Beispielsweise mit 3 kleinen Kindern unterwegs ist, könnte das kleinste dort oben drin geschoben werden.

Eine große abnehmbare Tasche, die als Kofferraum dient war auch dabei und gerade im Sommer, wenn man Picknickdecke, Essen und Wickelsachen dabei hat brauch man Stauraum. Da reicht das Netz hinten alleine nicht aus. Neben dem Gepäckträger ist also diese Tasche auch sehr praktisch und war bei unserem Set dabei.

Inzwischen sind wir weniger zu Fuß mit dem Wagen unterwegs, sondern vor allem mit dem Rad. Er ist das zweite Auto. Der Papa fährt damit jeden Morgen die Kinder in die Krippe und dann weiter zur Arbeit. Das funktioniert prima. Allerdings muss ich gestehen, dass mir dadurch nachmittags allein mit den Jungs ein Gefährt fehlt, wo ich mit beiden schieben kann. Denn Emil ist mit 3 Jahren noch immer kein Läufer.

Jetzt wo es kalt wird, hat sich allerdings noch ein kleines Manko herausgestellt. Für Emil, der ja schon 98 cm ist, ist es mit Fußsack und leider auch schon fast mit Schneeanzug zu eng zum Anschnallen. Die Gurte könnten also einen Tick länger sein, aber auch der dazugehörige Fußsack ist nur für 2 Jährige ausgelegt und ich glaube es rechnet einfach keiner mehr damit, dass es auch nen 3 Jähriger gern so muckelig warm hätte. Dabei kann ich das total verstehen.

Wir haben den Chinook übrigens online bei Bikebox gekauft. Denn das Modell war bei keinem Fahrradhändler vor Ort erhältlich, da es nicht das Standardmodell ist. Vielleicht ist es in Großstädten anders, aber falls ihr den auch bei euch im Fahrradladen nicht findet. Wir haben mit dem Onlinekauf gute Erfahrung gemacht und selbst das Einschicken, bzgl. des Verdecks am Anfang hat über Bikebox prima geklappt. Die haben auch noch eine große Auswahl an Fahrradanhängern in allen Preisklassen und sogar an Kinderwagen. Wäre es damals nicht der Chinook geworden, hätten wir uns übrigens für den Whinter Fahrradanhänger entschieden.

Jetzt bin ich neugierig. Mit welchem seid ihr unterwegs und wie sind eure Erfahrung

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2 Comments

  • Reply
    sabine
    7. November 2016 at 21:18

    fusssäcke hatten wir uns damals auch wegen des platzes einfach gespart. wir haben lammfelleinlagen für kinderwagen für unsere zwillinge gekauft (bei denen konnte man die gurte durchziehen), so war es warm von unten, und dann habe ich aus kuschelfleece und einem autostoff eine decke (ca 1,20 auf 1,20) genäht, die so gross war, dass beide drunter gepasst haben und ich die decke auch unter die füsse schlagen konnte. so hatten es die jungs ziemlich warm (vielleicht ist das auch eine lösung). allerdings haben wir den anhänger vor allem als kinderwagen genutzt z.b. auf der fahrt zur krabbelstube und zurück, zum spielplatz oder zum einkaufen, so dass sie selten richtig lang drin gesessen haben…

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    Eine Woche Lastenrad und nun wollen wir auch eins! – sanvie|mini
    4. April 2017 at 06:23

    […] ist das erste Mal, dass wir ein Lastenrad im Alltag ausprobieren. Wir sind ja eigentlich mit dem Fahrradanhänger unterwegs. Der musste aber leider nach dem Winter eingeschickt werden und wir haben überlegt, wie […]

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