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KREATIVe POWERmama: Nicole von Little-Carlchen

Ein Label, bei dem es mir sehr schwer fällt mich zu entscheiden. Diese Overalls müsst ihr gesehen haben. Und natürlich auch die vielen anderen Styles. Aber nun möchte ich euch zu erst die kreative Powermama Nicole von Little-Carlchen vorstellen.

Liebe Nicole, du hast eine tolle Modelinie entwickelt, bitte stelle dich und dein Projekt doch kurz vor.

Hallo, ich bin Nicole, 40 Jahre alt, verheiratet und stolze Mama vom besten Sohn der Welt. Mein Label „Little-Carlchen“ habe ich 2010 gegründet. Little-Carlchen ist ein Label, das hochwertige Bio-Mode für gute Laune in kleinen Auflagen anbietet. Es ist ein kleines feines Label welches nur 100 % hochwertigste Bio-Stoffe verwendet, die GOTS geprüft sind und daraus handgefertigte Unikaten für große und vor allem kleine Menschen herstellten Seit 2011 wächst das Label immer weiter. Alle Little-Carlchen Produkte werden von mir in liebevoller Handarbeit entworfen und vollendet!

Little-Carlchen steht für hochwertige Verarbeitung, faire Herstellung, gute Passform, schöne Farben und 100 % Bio-Materialien.

Der Style von Little-Carlchen ist absolut lässig, bequem, entspannt, alltagstauglich und pflegeleicht für alle, die gerne hochwertige Bio-Kleidung tragen möchten. Little-Carlchen ist eine Design Label, das sich viele Gedanken über hochwertige und erstklassige Bio-Stoffe macht und diese dann in tollen Designs umsetzt, die nicht an jeder Ecke zu finden sind. Das war mir von Anfang an wichtig und zieht sich durch meine gesamte Kollektion hindurch.

Selbständig und Mama sein, das klingt nach viel Arbeit – wie organisierst du dich?

Mutter, Haus- und Familienmanagerin zu sein, wie man ja heut zutage so schön sagt, und auch gleichzeitig selbstständig zu sein – ist einer Herausforderung -aber eine die sich lohnt und die mir jede Menge Spaß macht. Durch meinen Sohn bin ich ja auch erst auf die Idee gekommen, mein Label zu gründen und habe ihm auch den Namen des Labels gewidmet!

Organisation ist alles – aber auch ich bin noch in der Lernphase der perfekten Organisation. Es ist alles sehr viel Arbeit, gerade weil das Label derzeit gut wächst. Aber genau diese Herausforderung mag ich und dieser Stelle ich mich gerne jeden Tag. Den organisatorischen Teil erledige ich immer direkt morgens früh: Beantwortung der vielen Emails und Anfragen, telefonieren mit den Lieferanten und Herstellern, teilweise noch schnell Pakete einpacken und für den Versand vorbereiten. An bestimmten Tagen wird immer alles zugeschnitten . Hierfür habe ich mittlerweile ganz tolle Unterstützung, und dann wird an den verbleibenden Tagen alles genäht und natürlich schön und hochwertig verpackt. Wenn die Zeit tagsüber mal nicht reicht, wird eben eine Nachtschicht drangehangen 😉 Eigentlich ist jeder Tag mittlerweile gut verplant und ausgefüllt.

Was ist die Größte Herausforderung für dich am Mama-Sein und welches die schönste Freude?

Ich denke die größte Herausforderung ist eben das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Familie zu finden. Es gibt Tage da wird es sehr eng und dann geht man Abends mit einem Unbehagen ins Bett, weil die Gute Nacht Geschichte heute mal im Schnellverfahren gelesen wurde. Anderseits nehme ich mir aber auch die Zeit für meine Familie und lasse dann mal den „noch zu nähenden Overall mal liegen“ und fertige ihn dann eben Abends oder halt Nachts an, weil ich ja auch immer im Hinterkopf behalte, das da draußen eine glückliche Mama auf ihr neues und lang ersehntes Lieblingsstück wartet.

Was machst du, wenn du mal ein paar Stunden Zeit für dich hast?

Wenn ich mal ein paar Stunden Zeit für mich habe, bin ich immer auf der Suche nach neuen kreativen Ideen. Schaue mir sehr viele interessante Blogs, Zeitschriften oder soziale Kanäle an, sauge dort wieder Inspirationen für mich heraus und versuche sie schnell umzusetzen. Ich bin aber auch sehr kreativ für meine Familie und unser Haus unterwegs. Ich mache viel Deko selbst und bin immer sehr offen für neue Trends.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Für die Zukunft wünsche ich mir einfach das es so spannend bleibt wie es derzeit ist. Ich wünsche mir, das ich weiterhin das Gleichgewicht zwischen Familie und Arbeit halten kann und das mir die Kreativität nie ausgeht. Das meine Familie auch weiterhin glücklich mit ihrer kreativen Mama ist und das alle gesund bleiben!

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KREATIVe POWERmama: Julia von little indi

Heute möchte ich euch unbedingt Julia und ihr tolles Biolable little indi vorstellen.
Bitte stelle dich und dein Label kurz vor – was ist little indi?
Mein name ist Julia, ich bin 28 Jahre alt und Mama von Vida Mathilda. Sie ist zweieinhalb Jahre und neben meinem Mann die ziemlichst coolste person, die ich kenne. Wir leben in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Luzern in der Schweiz. little indi ist ein kleines Label für Kinder von 3 Monaten bis 6 Jahre. Am Anfang hab ich alles
selber gemacht: vom Design übers Nähen bis zum Marketing. Irgendwann hat sich dann aber herauskristallisiert, welche Sachen ich am liebsten mache und dass ich als Mama gar nicht mehr alles alleine machen kann. Ich habe etwa 2 jahre eine Manufaktur gesucht, die meinen Vorstellungen von fairer und nachhaltiger Produktion gerecht wird. Mir ist wichtig, dass bereits der Baumwollbauer gute Bedingungen hat und fair bezahlt wird. Das zieht sich durch bis zum Näher. Meine Kleider sind aus Biobaumwolle, weils einfach besser ist für alle: Kind und Umwelt. Die aktuelle Kollektion „a whale tale“ ist die erste Kollektion, die ich in Indien produziert habe. Alle Produktionswege sind kurz und gewährleisten geringe CO2-Emissionen. Ich arbeite etwa zwei Tage in der Woche für little indi, an den anderen Tagen bin ich Mama.

Was ist die grösste Herausforderung für dich am Mama-Sein?
Präsent und geduldig zu sein. Dass nicht mehr alles so läuft, wie ich es will – aber ich erlebe das auch als grosse Bereicherung und würde es nicht missen wollen. Man lernt so viel und es erweitert den Horizont unheimlich. Gerade auch wenn ich Ideen für little indi habe, die ich die sofort umsetzen möchte, aber keine Zeit dafür finde. Dann ruhig bleiben und nur den Moment geniessen, der gerade ist. Nicht immer mehr wollen, als man machen kann.

Was machst du, wenn du mal ein paar Stunden Zeit für dich hast?
Ich mache etwas Yoga, nehme ein warmes Bad oder treff mich mit einer Kollegin zu Kaffee oder zum Essen. Das kommt aber eher selten vor und darum ist vorallem die Badewanne mein Wohlfühlort geworden. Dort kann ich auch gut neue Dinge für little indi überlegen oder nach Inspirationen auf Instagram oder Pinterest stöbern.

Was hast du gemacht, bevor du selbstständig wurdest?
Nach meinem Studium 2012 als Textildesignerin hab ich ein paar Praktika gemacht. Danach war schnell klar, dass ich Selbständig werden will. Ich hab mir einen 50-%-job als Jugendarbeiterin gesucht und an meinen freien tagen für little indi gearbeitet. Seit Vida da ist, arbeite ich nur noch einen Abend in meinem alten Job.

Wie bis du auf die Idee zu little indi gekommen?
In der Schweiz ist es nicht einfach einen Job als Textildesignerin zu kriegen und es ist meist mit endlosen Praktika verbunden. Mir war schnell klar, dass ich das nicht wollte und ich hatte auch immer das ziel, Mama zu werden. Deswegen wollte ich mir etwas aufbauen, das ich kombinieren konnte. Kindersachen haben mich damals ganz einfach auch mehr interesiert als Dinge für Erwachsene.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Fair produzierte Biobaumwollkleider anbieten, die sich jeder leisten kann. ich bin mir der Verantwortung bewusst, die ich habe, wenn ich Kleider produziere und finde es sehr wichtig, dass jeder die Chance hat, sich solche zu leisten. Mein Ziel ist es, dass Kleider, die fair produziert werden, trotzdem bezahlbar sind. diese Balance zu finden ist schwierig. Es geht mir nicht um hohe Profite, sondern darum, dass sich alle beteiligten wohlfühlen. Ich mag diesen Idealismus und arbeite fest daran.
little indi darf auch gerne noch grösser werden. Auf jeden fall möchte ich einfach gerne mein Familienleben und das, was ich gerne mache, weiterhin verbinden.

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KREATIVe POWERmama: Dominique von Milkypampam

Als Dominique mich über Instagram anschrieb, war ich sofort begeistert von ihrem kleinen, feinen Lable. Ziemlich cool und lässig, das mag ich sehr! Die Stoffe sind ganz nach meinem Geschmack und ich freue mich immer sehr, wenn Paul in seinem Pampamsuit durchs Haus flitzt. Es sieht einfach zu süß aus. Da war klar, dass ich mich mit Dominique über ihre Kreativität und das Mama sein unterhalten muss.

Bitte stelle dich und dein Label doch kurz vor – was ist Milkypampam?
Ich heiße Dominique, lebe in Stuttgart, Hauptberuflich als Modedesignerin tätig und seit 2015 auch Mutter.
Milkypampam ist bequeme, handgemachte, durchdachte Kleidung (Monochrome oder Knallbunt) für Babys und Kleinkinder bis 3 Jahre.

Was ist die Größte Herausforderung für dich am Mama-Sein?

Das Zeitmanagement.. von Kita, Arbeit und Freizeit. Es hat sich einiges bei uns in den letzten zwei Jahren geändert.
Damals habe ich auch oft am Wochenende gearbeitet, jetzt muss (und will) ich auch mehr Zeit für meinen kleinen und großen Mann haben.

Was machst du, wenn du mal ein paar Stunden Zeit für dich hast?

Milkpampam.. ich schalte beim Nähen und basteln am besten ab. Oder Sport und Wellness.

Was hast du gemacht, bevor du dich selbstständig gemacht hast?
Ich war und bin noch immer als Designerin für ein großes Modelabel tätig. Milkypampam ist mein Hobby.

Wie bis du auf die Idee zu Milkypampam gekommen?

Milkypampam ist aus der Leidenschaft heraus geboren. Während der Schwangerschaft und Elternzeit habe ich sehr viel genäht und ausprobiert. Die Sachen kamen bei Freunden immer sehr gut an. Andere stricken oder hören Musik, ich nähe und bastle sehr gerne. Mein Mann hatte die Idee die Sachen online anzubieten.

Bis jetzt besteht das Sortiment von Milkypampam aus 3 Artikeln: Pampamsuit, Pambellring und Milkybib (in verschiedenen Prints oder in Unisex).

Die Pampamsuits sind super bequem und machen beim kombinieren Spaß, manche sind sogar wendbar! Milkybibs sind Dreieckstücher mit einer Schnuller Befestigung und auch wendbar. Die Schnullersuche hat ein Ende!
Pambellrings bestehen aus unbehandeltem Ahorn Holz mit Hasenöhrchen aus Jersey mit kleinen Kupferklingeln. Die sind niedlich und auch super für die motorische Entwicklung der Babys.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Viele glückliche Milkypampam Kunden, ganz viele neue Ideen und Zeit für Familie, Arbeit und Hobby.

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Aufräumen mit Fräulein Ordnung

fr-ordnung#Gerade habe ich oft das Gefühl ich werde dem Chaos, was die Jungs in nur 5 Minuten anrichten nicht Herr, sie verwüsten wirklich innerhalb kürzester Zeit das ganze Hause und ich bin schon froh, wenn ich es schaffe sie über den Nachmittag nur ein bis zwei Zimmer durcheinander bringen zu lassen. Da klopfe ich mir jedes Mal auf die Schultern. Für alle die ein selbes Problem haben, gibt es nun ein tolles Buch und ich habe mich mit der Autorin Denise bekannt als Frl. Ordnung und Mama von 3 Kindern über ihre Tipps zum Thema „Aufräumen mit Kindern“ unterhalten.

Liebe Denise, bitte verrate mir die ultimativen Aufräumtricks mit kleinen Kindern!
Momentan bin ich immer hin und hergerissen zwischen: „Räumt ruhig alles aus!“ oder „Wenn ihr was anderes spielen wollt, dann muss erst das andere eingeräumt werden.“ – Ich muss natürlich noch jedes Mal mit aufräumen, sie sind ja erst 1 und 3 Jahre und ich frage mich, welches ist wohl der bessere weg? Wie würdest du das machen?

SOWOHL ALS AUCH – ab und zu dürfen auch mal alle Sachen auf einmal raus geholt werden! Wenn andere Kinder zu Besuch sind, lässt sich das oft auch gar nicht vermeiden. Doch generell schont es natürlich die Nerven der Eltern, wenn nicht das komplette Spielzeug auf einem Haufen liegt und später sortiert werden muss. Es ist sinnvoll, immer mal eine Kisten mit Spielzeug aus der Reichweite des Kindes zu bringen – so wird das Spielzeug wieder interessant, wenn es nach 4 Wochen gegen eine andere Kiste ausgetauscht wird.

Alles in eine Kiste oder liebe jedes Spielzeug an einen eigenen Platz?

Am besten funktioniert: für jedes Thema eine Kiste! Lego, Barbie, Eisenbahn und alles für den Kaufmannsladen in die nächste Kiste … Das erleichtert jedes Aufräumen! Bücher im Regal, Malsachen am Schreibtisch und besondere Schätze dürfen eine Zeitlang auf der Fensterbank ausgestellt werden. Schöner aufräumen – Welche Must Haves gibt es da fürs Kinderzimmer? Kisten Kisten Kisten – für jedes Thema eine. Das erleichtert jede Aufräumaktion und ist für jedes Kind verständlich: Lego zu Lego, Barbie zu Barbie, Autos zu Autos und eine Kram-Kiste für alles, was zu keiner Gruppe gehört. Wenn von außen zu erkennen ist, was sich in der Kiste befindet und sie stapelbar sind, macht es das Ganze noch einfacher und sie können platzsparend verstaut werden.

In regelmäßigen Abständen sollten diese Kisten ausgeleert und sortiert werden, um nicht den Überblick zu verlieren. Diese Aufgabe eignet sich perfekt für einen verregneten Sonntag, wenn man sich anschließend mit heißen Waffeln verwöhnen lassen kann.

Jetzt zum Thema Erziehung, du hast 3 Kinder und bestimmt auch dafür einen guten Ratschlag für mich – Wie motiviere ich die Jungs selber aufzuräumen?

Gemeinsames Aufräumen ist am Anfang unumgänglich. Ordnung halten müssen Kinder genau so lernen wie alles andere. Nur wer es oft genug mit den Eltern übt, kann irgendwann alleine Ordnung halten. Also heißt es: Führen durch Vorbild! Ich kann nicht mit meinen Kindern über die Unordnung in ihrem Kinderzimmer schimpfen, wenn ich selber im Chaos sitze. Das vergessen leider viele Eltern! Ordnung dabei nicht als Pflicht, sondern als etwas schönes ansehen. Sowohl der Akt des Aufräumens und Sortierens, als auch das Ergebnis (welches – zugegebenermaßen – nicht lange anhält) ist etwas sinnvolles und wird zu unrecht verteufelt. Wer diese gemeinsame Zeit nutzt, um sich mit seinem Kind auszutauschen und zu unterhalten, bringt viel Entspannung in eine oft unliebsame Aufgabe. Belohnungen für das Aufräumen sollten vermieden werden. Das Kind soll aufräumen lernen, weil es das Leben leichter macht. Nicht, um etwas süßes zu bekommen. Viel besser: das Kind mit in die Entscheidungen einbeziehen: Was meinst du, ist der Schlafanzug schon reif für die Wäsche? Können wir dieses Spielzeug dem Kindergarten schenken? Dieses Teil ist kaputt! Das kann weg, oder?
So lernen Kinder, Verantwortung zu übernehmen und sind stolz, wenn sie irgendwann ganz alleine Ordnung halten können.

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KREATIVe POWERmama: Rebecca von Belle & Fleurelle

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Hach, allein das Design der Verpackung machte mich neugierig und mir war klar, auch ihr müsst Rebecca & Ihre kleine Kosmetikserie unbedingt kennenlernen, daherhabe ich mich mit ihr ein wenig unterhalten:
Liebe Rebecca, du hast eine tolle Kosmetiklinie entwickelt, bitte stelle dich und dein Projekt doch kurz vor.

Vielen lieben Dank! Ich bin 34 Jahre alt, Mama einer 3 Monate alten Tochter und lebe mit meiner kleinen Familie in München. Ich habe viele Jahre in der PR-Branche und als Moderedakteurin gearbeitet, bevor ich mich mit einer eigenen Biokosmetik-Linie für Frauen und Kinder selbständig gemacht habe. Mit der Schwangerschaft hat sich mein Weltbild ziemlich verändert und besonders in Sachen Ernährung und Kosmetik habe ich mir viele Gedanken zu meinem Konsumverhalten gemacht. Ich bin meine damals verwendeten Kosmetikprodukte durchgegangen und es war erschreckend, welche Inhaltsstoffe darin teilweise verwendet worden sind. Die Idee zu Belle & Fleurelle war geboren, denn mein Wunsch nach 100%natürlichen Produkten, die auch effektiv und luxuriös sind, ging mit den angebotenen Möglichkeiten nicht überein. Ich wollte Produkte kreieren, die keine Illusionen verkaufen, sondern durch Wirkung und Qualität überzeugen, und bei denen die Bedürfnisse von Schwangeren, Müttern und Kindern im Vordergrund stehen.

Selbständig und Mama sein, das klingt nach viel Arbeit – wie organisierst du dich?

Viel Arbeit ist es tatsächlich, aber die Schönste, die ich mir vorstellen kann. Es ist eine tägliche Herausforderung und der Tagesablauf sehr variabel, da man den Alltag mit Baby nicht wirklich planen kann. Bei der ersten größeren Geschäftsreise und meiner wirklich ersten Kaltakquise habe ich meine Tochter extra gestillt, bevor ich in den Laden Schöngeist in Köln reingegangen bin und als ich gerade loslegen wollte, da hat sich die Kleine lautstark gemeldet, dass sie Hunger hat. Das war dann super sympathisch, weil Doro, die Ladenbesitzerin mir gleich einen Platz zum Stillen angeboten hat und das war dann auch der erste Laden der uns ins Sortiment aufgenommen hat! Ansonsten übernimmt der Papa abends und ich kann dann noch so einiges erledigen. Wir haben aber auch das große Glück, dass die Großeltern in der Nähe wohnen und gerne als Babysitter einspringen, wenn ich Termine oder Berge an Arbeit habe. Generell versuche ich Kind und Arbeit so gut es geht zu kombinieren und die Kleine so weit es geht einfach einzubinden. Mein Büro ist mittlerweile ein kleiner Abenteuerspielplatz für sie. Da wird alles angefasst und bestaunt, was in Reichweite ist. Noch ist sie ja nicht so mobil und ich kann sie neben mir auf der Krabbeldecke gut beaufsichtigen, oder ich habe sie in der Trage, auch wenn sich das wahrscheinlich schon ganz bald ändern wird.
Aber ich habe auch gelernt, dass nicht immer alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Es gibt Tage da sitze ich bereits vor 8h am Schreibtisch und bekomme super viel geschafft und dann sind da die Tage, an denen vor mittags kaum mehr als eine Email raus geht. Aber das ist auch in Ordnung und irgendwie klappt am Ende dann doch immer alles irgendwie, eben mal mehr und mal weniger chaotisch. Generell kann ich aber sagen, dass ich seit ich Mama bin, die Zeit, die mir zum Arbeiten zur Verfügung steht viel effizienter nutze als früher und manchmal selbst überrascht bin, wie viel ich am Ende des Tages dann doch geschafft habe.

Was ist die Größte Herausforderung für dich am Mama-Sein und welches die schönste Freude?

Die größte Herausforderung sind die riesigen Wäscheberge. Nein wirklich, Waschen und Bügeln haben schon immer zu meinen meistgehassten Tätigkeiten im Haushalt gehört und das ist jetzt nochmal eine völlig neue Dimension. Es sind ja nicht nur die Babyoutfits, die in riesigen Mengen in den Wäschekorb wandern, sondern auch Mamas und Papas Kleidung, die gerne mehrmals am Tag mit diversen Ausscheidungen bekleckert wird. Alles andere ist bisher zum Glück noch sehr viel entspannter als ich mir das vorgestellt habe. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich durch die Mamarolle viel gelassener geworden bin und nicht mehr so durchs Leben hetze, sondern auch gelernt habe zu akzeptieren, dass nicht alles immer so geht, wie man sich das vorstellt, vor allem nicht gleichzeitig und erst recht nicht sofort. Auch wenn bestimmt noch so einige Herausforderungen auf mich warten, genieße ich gerade jeden Moment in vollen Zügen. Die schönste Freude ist es meinen kleinen Schatz den ganzen Tag um mich zu haben und jedes Mal, wenn sie mich anlächelt oder fröhlich gluckst, geht mir das Herz auf. Ich kann mich gar nicht satt sehen an meinem Baby und hätte nie gedacht, dass ich stundenlang auf dem Boden liegen würde, Grimassen schneide, in Babysprache rede und mich mit großer Begeisterung Hasi, Teddy und Quietscheentchen widmen würde.

Was machst du, wenn du mal ein paar Stunden Zeit für dich hast? 

Da ich noch voll stille und das mit dem Abpumpen (noch) nicht so mein Ding ist, gibt es noch keine wirkliche Mama-Auszeit. Aber das macht mir ehrlich gesagt auch nicht so viel aus, da ich trotzdem viele Dinge tue, die ich auch vor dem Mama sein getan habe. Sei es ein Abend beim Italiener oder im Biergarten mit meinen Mädels, Yoga, Wanderausflüge oder ein Tag am See. Das alles geht auch prima mit Baby. Eigentlich sogar noch viel besser, weil ich beim Yoga jetzt wenigstens eine Ausrede habe, wenn ich mal eine Übung nicht bis zum Ende durchhalte.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Ich wünsche mir vor allem, dass es meiner Familie gut geht. Egal, wie sehr ich meine Arbeit liebe, Familie hat für mich immer oberste Priorität. Ich hätte ja am Liebsten eine ganze Fußballmannschaft, aber da macht mein Mann leider nicht mit. Ein oder zwei Kinder dürfen es aber ruhig noch sein. Beruflich wünsche ich mir, dass sich unsere Kosmetik etabliert. Dafür plane ich bereits die Erweiterung der Produktpalette. Es gibt so viele spannende Projekte, die ich noch gerne umsetzen würde.

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Das wohl schönste Familienbett

Ich habe schon viele Familienbetten gesehen, die meisten sind wie unseres eher zusammengewürfelt. Die liebe Anna hatte mal ein ganz tolles, aber inzwischen schlafen da alle in ihren eigenen Betten und das riesige Familienbett wurde abgebaut. Ihr findet davon nur noch vereinzelt Bilder bei pinterest. Aber ich habe eine tolle Alternative, das Familienbett von Karina und ihrer kleinen Familie möchte ich euch heute zeigen. Sie schlafen so schön und besonders bequem auf einer riesigen 2m x 2m Matratze. Ich habe mich mit Karina über Ihre Familienbettgeschichte unterhalten:

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Liebe Karina, ihr schlaft auch in einem Familienbett und das in einem besonders schönen! Ab wann war für dich klar, dass das Familienbett die beste Lösung für euch ist?

Eigentlich schon sehr früh, denn ich habe mich schon in meiner Schwangerschaft mit Themen wie Attachment Parenting befasst. Die Idee hinter dem Familienbett ist ja, dass im Jahrtausende alten „Bauplan“ der Kleinen das Alleineschlafen nicht vorgesehen ist und es ihrem natürlichen Bedürfnis entspricht, nachts ganz in unserer beschützenden Nähe zu sein. Und auch für uns Eltern ist Familienbett super praktisch. Ich stille nachts nach wie vor, ich musste nie dafür aufstehen, hatte immer halbwegs genug Schlaf und es ist eben auch einfach wunderbar, wenn Levi morgens neben uns aufwacht und wir alle zusammen direkt eine Runde kuscheln.

Wie hast du die Idee von eurem Bett umgesetzt und wo hast du diese Riesen Matratze gefunden oder sind es mehrere?

Wir haben schon seit vielen Jahren ein Bett von Ikea namens Grimen. Ich liebe es total und es passt optisch so toll in unser Schlafzimmer. Leider ist es nur 1,40 m groß, was für uns zwei völlig ok war, aber mit dem Kleinen schnell zu eng wurde. Ich wollte mich eigentlich nicht von dem Bett trennen und dann hatte ich zum Glück den Einfall, dass ich doch das Bett vielleicht umbauen könnte. Nach einigem Grübeln habe ich mich dann dazu entschlossen, es zu wagen, aus zwei Betten eines zu machen. Ich habe also das gleiche Bett über die Kleinanzeigen gekauft. Dann habe ich alle vier Seitenteile der zwei Betten, die ja jeweils 2 m lang sind, hergenommen und sie etwas umgebaut, so dass sie miteinander verbunden werden können. Dafür habe ich eigentlich nur von zwei kurzen Seiten die Verbindungsteile abgeschraubt und an zwei der 2 m-Teile montiert. Wir haben also ein 2×2 m Bett, das nur aus Seitenteilen besteht. Es hat alles wunderbar gepasst!

Die Matratze ist vom Label emma. Der Kern besteht tatsächlich aus zwei 1 m Matratzen, aber eigentlich merkt man das nie, denn beide sind mit einem sehr festen Bezug miteinander verbunden.

Welchen Trick hast du, damit der Mini nicht rausfällt, wenn er allein drin schläft? Bei Paul muss ich gerade immer tierisch aufpassen und sobald er wach ist nach oben hechten, damit er sich nicht doch aus dem Bett rollt.

Als Levi kleiner war, sich aber schon drehen konnte, habe ich einfach die Bettdecken als Rausfallschutz benutzt und aufgerollt neben ihn gelegt. Mittlerweile gehört er zu den lustig herumwandernden Schläfern und rollt und robbt sich im Schlaf manchmal durchs Bett. Es reicht aber völlig, wenn ich ihn in die Mitte des Bettes lege. Nach dem Wachwerden hat Levi sich nie groß bewegt, sondern einfach nur gemeckert. 😉

Hat euer Mini auch ein eigenes Bett?

Nö. 🙂 Und auch noch kein eigenes Zimmer. Das wäre auch völlig überflüssig, da er eh fast immer dort sein möchte, wo wir sind. Wenn ich aber irgendwann das Gefühl habe, dass er sein eigenes Reich und sein eigenes Bett haben möchte, bekommt er es natürlich. Aufs Einrichten freue ich mich jetzt schon total, ist ja klar!

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Bilder: Oh what a Room

Falls ihr noch mehr über die Matratze Emma erfahren wollt, dann schaut unbedingt mal bei Rosa & Limone vorbei, die haben auch eine Emma in dieser Größe und sind ganz begeistert!

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Kindersprüche sammeln

Lange hat es gedauert, aber inzwischen spricht der große Mini wirklich gut und ich habe schon so manches Mal über seine Sprüche und vor allem die passende Betonung schmunzeln und lachen müssen. Es ist manchmal wirklich zu komisch, wie er mit Paul spricht und wie sehr er uns dabei imitiert. Herrlich, wenn man doch so direkt den Spiegel vor die Nase gehalten bekommt. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, öfter mal diese süßen Sprüche aufzuschreiben und haben einen perfekten Ort zum sammeln dafür gefunden. Klar, es könnte auch ein einfaches Notizbuch sein, aber ist dieses tolle Glas von Make History nicht tausendmal schöner? Das kleine Sprüchglas-Set mit Stift Blöcken und Glas habe ich im süßen Kinder-Online-Shop Häsel & Gretel gefunden. Make History hat noch eine ganz coole andere Sache, die ich euch unbedingt zeigen möchte. Paul bekommt Sie zu seinem ersten Geburtstag. Noch habe ich keine Zeit gehabt sie fertig zu machen, aber das werde ich in den nächsten Wochen machen, denn lang ist es ja nicht mehr.

Welche lustigen Sprüche eurer Kids habt ihr aufgeschrieben? Oder könnt ihr euch immer noch dran erinnern?

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Urlaubssehnsucht, wo ich gerade am liebsten hinfahren würde …

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Ich habe Urlaubssehnsucht, sogar Große. Das graue Wetter hier bei uns zieht mich gerade in den Süden und am Liebsten würde ich die Koffer packen und mit meinen 3 Männern in die Sonne fliegen. Als die Kooperationsanfrage von FeWo-direkt kam, ob ich mich nicht mal auf die Suche nach schönen Unterkünften machen wolle und darüber berichten, war ich kurz davor direkt zu buchen. Bei FeWo-direkt findet man schnell und einfach private und individuelle Unterkünfte und einen kleine Auswahl meiner „Oh ja, da will ich hin“-Liste könnt ihr nun hier sehen. Ich denke unser nächster Sommerurlaub ist schon geplant.

Manchmal reicht mir für ein schnelles Urlaubsgefühl ja auch schon ein Städtetripp für 3-4 Tage, es müssen nicht immer die 2 Wochen sein. Ich hätte gerade große Lust auf solch einen Ausflug, zum Beispiel nach Barcelona und dann noch eine Woche faul auf der Liege am Pool verbringen. Faul? Ich hatte gesagt ich wolle mit meinen 3 Männern wegfahren, oder? Na dann wird das mit faul rumliegen wohl eher nichts, denn zumindest die Kleinen würden das furchtbar langweilig finden. Ein bisschen was muss so ein Ferienhaus für die ganze Familie daher schon bieten. Für mich wäre im Süden ein Pool ganz oben auf der Prio Liste, aber er birgt natürlich auch gefahren, bzw. man muss als Eltern höllisch aufpassen. Was habe ich mich gefreut, als ich diese tolle Finca entdeckt habe. Die sowohl einen eingezäunten Pool und sogar noch einen kleinen Spielplatz dazu hat. Platz genug für Oma und Opa wäre da auch. Denn ich glaube das würde einen Urlaub richtig entspannt machen. Bei uns allerdings nicht möglich. Schade eigentlich.

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Gut, Einrichtungstechnisch hätte ich es lieber etwas besonderer. Etwas liebevoller. Da bin ich was die Unterkünfte angeht wirklich etwas eigen. Zum Beispiel schrecken mich Plastikgartenmöbel auf der Terrasse total ab. Für mich ein Grund eine Unterkunft nicht zu buchen. Verrückt, oder? Dieses kleine Stadthaus, auch mit Pool. Das ist doch ein Traum. Draußen die warme Sonne auf der Haut und innen den kühlen Beton Boden an den Füßen. Für mich eine perfekte Kombi. Auch den Ethno Look finde ich für eine mallorquinische Ferienwohnung sehr passend. All die Körbe und blauweißen Teppiche, da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht und ein schönes Fleckchen zum Erholen geschaffen. Das finde ich bei der Wahl der Unterkunft wichtig. Es muss gar nicht unbedingt immer alles hochmodern sein, ich mag genauso den alten ursprünglichen Bauernhof, wie das neuste Ferienhaus, wenn es mit Liebe eingerichtet ist. Ich finde das sieht man immer sofort.

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Ich bin auch ganz verliebt in diese herrlichen Betten unter freiem Himmel, auch da lässt es sicher noch prima relaxen, wenn die Kinder schon schlafen. Mallorca, bzw. alles was unter 3 Std. Flugzeit zu erreichen ist, wäre für uns perfekt. Wir sind nicht so die gerne Reisenden. Wir sind gern woanders, aber nicht gern dahin unterwegs. Zumindest ich nicht. Ich wünschte mir manchmal die Harry Potter Magie um schnell von A nach B zu kommen.

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Wenn man zu zweit Unterwegs ist, dann schaut man für eine Städtereise doch meistens nach einem Hotel. Das haben wir dieses Jahr einmal mit den Jungs ausprobiert. Es war ziemlich anstrengend. Daher würde ich für einen Städtetripp mit den Jungs inzwischen auch immer eine Ferienwohnung nehmen. Das haben wir in unserer Elternzeit mit Emil in Berlin auch schon gemacht. Das war prima. Und in Barcelona wäre das mein Favorit. Da würde ich am liebsten direkt einziehen, so schön finde ich es da und dieser Hammerblick (siehe oben!) aus dem Fenster. Da macht es auch nichts, wenn man mit kleinen Kindern abends nicht mehr durch die Straßen zieht, sondern mit einem Glas Wein auf dem Sessel die Ausblick genießt.

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Lieben Dank an FEWO-direkt für die Zusammenarbeit und die große Lust auf Sommerurlaub die ihr mir gemacht habt!

 

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KREATIVe POWERmama – Meike vom Lable Sandstrasse

Ich liebe Meikes Instagram Account – so viel Natur und Kinderfreuden – richtige Bullerbümomente findet man dort, ganz ähnlich ist auch ihr Lable Sandstrasse.

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Selbständig und Mama sein, das klingt nach viel Arbeit – wie organisierst du dich?
Organisieren ist übertrieben… Ich richte mich nach den Kindern, arbeite immer abends/nachts und wenn es tagsüber möglich ist. Die beiden großen Kinder gehen in den Kindergarten, die Kleine ist immer bei mir (aber auch ein Atelierkind geworden, mit Decke und Kissen und Spielsachen und großer Freude am Schneiden und Knöpfe sortieren). Mein Mann unterstützt mich und nimmt die Kinder, wenn er es einrichten kann, ist aber auch oft auf Dienstreise. Aber die Tage bzw. Nächte sind einfach immer zu kurz!
Was ist die Größte Herausforderung für dich am Mama-Sein und welches die schönste Freude?
Ich habe drei Kinder im Alter von 2,4, und 6 Jahren. Es ist schwierig, immer allen gerecht zu werden, für alle gleich gut da zu sein, es soll ja keiner zu kurz kommen und alle drei haben unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse (wenn auch zum Glück ähnliche, da sie ja einen geringen Altersabstand haben). Und immer ruhig und locker zu bleiben, das ist oft wirklich schwer.
Die schönste Freude: immer. Mit ihnen zusammensein. Mit ihnen kuscheln, ihnen beim Schlafen zuzusehen, mit ihnen zu lachen und Hand-in-Hand spazieren zu gehen. Sie singen und lachen zu hören, alle drei zusammen. Da hüpft das Mama-Herz.
Was machst du, wenn du mal ein paar Stunden Zeit für dich hast?
Ganz ehrlich? Gibt´s nicht. Kommt sicherlich wieder und ich beklage es nicht oder sehr selten. Manchmal gehe ich eine Stunde alleine spazieren, in meinem Tempo und ohne Gepäck.
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Dass wir als Familie immer so glücklich zusammen sind und viel Zeit miteinander verbringen können. Und natürlich, dass die Sandstrasse weiterwächst und ich viele Kinder (und Eltern) mit den kleinen Lieblingsteilen glücklich machen kann.
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Schöne Erinnerungen – Tipps für tolle Familienfotos

Ich fotografiere viel und gerne, aber trotzdem finde ich es toll, wenn man auch mal gemeinsam mit seinen Lieben vor der Kamera steht, denn genauso wie ein tolle Hochzeitsfotos, sind tolle Familienfotos, gerade aus der ersten Zeit, eine ganz besondere Erinnerung. Ich habe mich neulich mit der lieben Johanna getroffen und ihr ein paar Fragen zum Thema Familienfotos gestellt und sie nach ihren Tipps gefragt, wie man selber bessere Fotos machen kann.

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Liebe Johanna, bitte stell dich doch kurz vor.
Hi, ich bin Johanna, Familienfotografin aus Oldenburg. Seit Januar 2015 bin ich selbst Mama eines süßen
jungen Mannes namens Toni. Mittlerweile ist er schon 16 Monate alt. Die Zeit vergeht unglaublich schnell und der Kleine ist mittlerweile gar nicht mehr so klein. Ein richtiger Junge ist er geworden und jeden Tag kann er etwas Neues. Unsere Familienfotos sind für mich als Erinnerung unbezahlbar. Ich liebe authentische und
echte Fotos aus dem Familienalltag und fotografiere am liebsten im Reportagestil. Das heißt, ich versuche so wenig wie möglich zu planen. Stattdessen dokumentiere ich den Alltag von Familien einfach so, wie er ist. Denn genau daran möchte man sich doch später erinnern, oder?
Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Das hat sich so entwickelt. Ich habe schon immer viel fotografiert, allerdings nie ernsthaft. Erst während meiner Ausbildung zur Mediengestalterin fing ich an, mich mit Bildsprache, Bildaufbau und Bildlooks auseinander zu setzen. 2011 habe ich dann den ersten Fotografie-Grundlagenkurs besucht. Darauf folgten weitere Kurse, unzählige Bücher, Online-Tutorials und Coachings. Ich habe alles aufgesaugt, was ich zum Thema Fotografie gefunden habe. Es hat einfach Spaß gemacht und hat sich nie wie Arbeit angefühlt. Irgendwann fing ich an, die Kinder von Freunden zu fotografieren und dann kam eins zum anderen. Seit 2013 bin ich nun nebenberuflich als Fotografin unterwegs. Ich habe einige Bereiche der Fotografie kennengelernt, von Portraits, über Hochzeiten, bis hin zur Werbefotografie. Aber nichts hat mich so fasziniert wie die Kinderfotografie. So kam es, dass ich irgendwann für mich entschieden habe, dass ich mich genau darauf spezialisieren möchte. Gesagt, getan. Heute widme ich mich voll uns ganz dem spannenden Familienleben und versuche die schönsten Momente mit all ihren Emotionen festzuhalten.
Du bist selber Mama und hast vermutlich das süßeste Modell zu Hause. Fotografierst du deinen Sohn viel?
Leider viel weniger, als man vielleicht denken würde. So eine große Kamera schleppt man natürlich nicht dauernd mit sich herum. Oft habe ich nur mein Handy zur Hand, um besondere Momente einzufangen. Aber natürlich fotografiere ich oft auch meine Familie. Ich selbst bin allerdings selten auf den Bildern. 😉
Wenn man selber nicht so gern fotografiert, worauf sollte man bei der Auswahl eines Familienfotografen achten, damit man schöne natürliche Erinnerungen bekommt?
Das Wichtigste ist, dass man sich verschiedene Fotografen und verschiedene Bildstile anschaut, um herauszufinden welche Art von Fotos einem am besten gefällt. Ich stelle immer wieder fest, dass die Auswahl eines Fotografen auf Basis des Preises getroffen wird. Natürlich muss das Preis-/Leistungsverhältnis stimmen. Aber noch viel wichtiger ist die Sympathie zum Fotografen und ein Bildstil, der zur eigenen Familie passt. Nur wenn man sich beim Shooting wohl fühlt, können natürliche Bilder entstehen, mit denen man auf Dauer glücklich ist.
Hast du Geheimtipps für das fotografieren von Kindern?
Ja, auf jeden Fall. Das schöne an Kindern ist, dass sie vor der Kamera automatisch natürlich sind und sich nicht verstellen. Sie machen was sie wollen und das ist auch gut so. Ich habe hier mal meine Top 10 Basis-Tipps für bessere Familienfotos zusammengestellt. Um diese Tipps umzusetzen, braucht man keine teure
Ausrüstung oder viel Aufwand.
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1. Sorgt für Spaß
Macht aus dem Shooting ein Ereignis. Spielt und sprecht mit den Kindern. Seid Teil des Spiels und tobt ruhig auch mal wild durch die Gegend. Das wird fast immer mit herzlichem Kinderlachen belohnt.

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2. Niemand „muss“ in die Kamera schauen oder lachen
Lasst eure Kinder nicht für die Kamera posen, sondern versucht stattdessen sie zu unterhalten und zu beobachten, um im besten Moment abzudrücken. Das erfordert manchmal etwas Ausdauer, aber es führt zu besseren Ergebnissen. Auch ein Bild mit einem nachdenklichen Kindergesicht kann unglaublich toll aussehen.

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3. Achtet auf einen ruhigen Hintergrund
Versucht immer den Hintergrund möglichst so auszurichten, dass unruhige Elemente, die vom Hauptmotiv ablenken, nicht zu sehen sind. Das erreicht man leicht durch eine Veränderung des Blickwinkels. Einfach mal um das Kind herumgehen und schauen, welcher Hintergrund am besten passt.

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4. Auf Augenhöhe fotografieren
Kniet oder legt euch am besten auf den Boden. So nehmt ihr leichter Kontakt mit dem Kind auf und es entsteht eine viel spannendere Perspektive.

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5. Macht viele Fotos
In der heutigen digitalen Zeit kann man sich das erlauben. Je mehr Fotos ihr macht, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr den richtigen Moment erwischt und ein gutes Bild dabei ist. Die schlechten könnt ihr danach einfach wieder löschen.

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6. Verschiedene Perspektiven
Probiert verschiedene Blickwinkel und Bildausschnitte aus. Stellt euch zum Beispiel auf einen Stuhl und fotografiert von oben herab. Oder legt euch auf den Boden und fotografiert von unten hoch. Oder fotografiert durch etwas hindurch. Es gibt so viele Möglichkeiten und dabei enstehen ganz unterschiedliche Ergebnisse.

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7. Details fotografieren
Geht ganz nah ran! Versucht nur die kleinen Händchen zu fotografieren, das kleine Löckchen oder die süße Stupsnase. So lenkt man den Betrachter auf Dinge, die in einem normalen Foto gar nicht auffallen. Dinge, an die man sich später so gerne erinnert.

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8. Achtet auf neutrale Kleidung
Die Kleidung sollte nie vom Hauptmotiv ablenken, es sei denn, es ist gewollt. Vermeidet deshalb zum Beispiel wilde Muster, Aufdrucke oder Texte auf den Kleidungsstücken. Sie machen das Bild unruhig und stören den Betrachter. Schlichte, einfarbige Kleidung ist stattdessen immer eine gute Wahl.

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9. Verzichtet auf den Blitz
Meine Bilder sind zu 99% ohne Blitz fotografiert. Blitzlicht nimmt dem Bild sehr oft die natürliche Stimmung. Versucht stattdessen das Tageslicht zu sehen und für euch zu nutzen. Je mehr Licht ihr habt, desto besser. Fotografiert zum Beispiel in der Nähe von Fenstern oder draußen im Freien.

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10. Tageszeit beachten
Versucht draußen immer die pralle Mittagssonne zu vermeiden, denn das sorgt für fiese Schatten im Gesicht und für zusammengekniffene Augen. Das schönste Licht habt ihr morgens nach Sonnenaufgang und abends vor Sonnenuntergang. Sollte sich direktes Sonnenlicht nicht vermeiden lassen, sucht euch Schatten oder stellt die Person gegen das Licht, so dass sie die Sonne im Rücken hat. Und jetzt viel Spaß beim Fotografieren!

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