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Morgenroutine oder wie wir in den Tag starten

Morgenroutine – so nennt man das doch, wenn man jeden Morgen möglichst die gleichen Dinge macht um den Tag zu beginnen – bei vielen findet diese Morgenroutine vor dem Badezimmerspiegel statt bei mir nicht.

Ihr habt euch gewünscht, dass ich mehr Alltag zeige, euch mehr mitnehme und Tipps gebe, wie es besser laufen kann – in der Theorie habe ich da ganz gute Ansätze, in der Praxis ist es natürlich nicht jeden Morgen so, aber wenn es gut läuft, dann vor allem, wenn ich diese Dinge erfüllt habe.

Vorweg möchte ich aber noch sagen, dass ich leider absolut nicht zu den tiefen entspannten Müttern gehöre, vermutlich eher das Gegenteil – deswegen ist es für mich umso wichtiger, dass ich mir und meiner Familie mit diesen Ritualen helfe.

So startest du entspannt in den Tag mit 3 kleinen Kindern

Das Geheimnis ist, das die Morgenroutine, eigentlich bei der Abendroutine beginnt. Nach dem Abendessen, während die Kinder noch spielen oder mit meinem Mann sich oben Bett fertig machen, räume ich die Küche unten auf und zwar so richtig. Das klingt aufwendiger als es ist, aber meist bin ich mit 15 Minuten dabei. Den Abendbrottisch abdecken, alles in den Geschirrspüler, bzw. abwaschen und wegräumen. Alle Oberflächen wischen und Fegen oder Saugen, bzw. in unserem Fall saugt auch oft der Kobold noch allein, wenn ich schon oben bei den Jungs bin.

Bei uns gibt es unter der Woche meistens Müsli, das bereite ich auch schon so weit vor, dass die Haferflocken über Nacht im Kühlschrank in Milch einweichen und morgens nur noch frisches Obst und Crunch dazu gegeben werden muss. Schüsseln und Löffel und auch das Obst wartet schon alles auf dem Esstisch.

Die Kinder bringen bei uns ihr eigenes Frühstück mit in den Kindergarten, anfangs habe ich das morgens gemacht, während sie in der Küche waren und regelmäßig gab es dann noch Diskussionen, ob nun Brot oder doch nur Obst und Gemüse. Inzwischen frage ich einmal beim Abendbrot nach Wünschen, bekomme ich keine Antwort, mache ich was ich glaube, was ihnen schmeckt und sie finden es am nächsten Morgen erst im Kindergarten. So ist das Brotdose einpacken am morgen eine schnell erledigte Sache, dass sie im Grunde gar nicht mitbekommen. Ob es dann das richtige war, sehe ich also erst, wenn sie mittags wieder nach Hause kommen, aber immerhin gab es keine Diskussionen. Mein Mann und ich schmieren uns unsere Brote für den nächsten Tag übrigens auch immer schon beim Abendbrot und sie schmecken auch am nächsten Tag noch.

Wenn man diese Dinge alle gleich macht, noch bevor die Kinder im Bett sind, dann hat man nicht nur einen entspannteren Start am nächsten Morgen, sondern auch wirklich Feierabend, wenn die Kinder dann schlafen.

Nach der Abendroutine kommt die Morgenroutine

Mir ist besonders wichtig, dass ich vor den Kindern aufstehe und ich muss sagen, dass ist meine größte Herausforderung am Morgen. Denn je nachdem wie die Nacht war, kann es schon mal passieren das ich meinen Wecker (das vibrieren meiner Uhr am Handgelenk) einfach verschlafe und erst wach werde, wenn entweder mein Mann mich weckt oder einer neben mir „Mama“ ruft. Wenn ich aber rechtzeitig wach bin und die Jungs neben mir noch schlafen, schleiche ich mich raus ins Bad und runter in die Küche und trinke erstmal ein Glas Wasser. Früher habe ich gerne morgens geduscht und dann in Ruhe gefrühstückt. Inzwischen genieße ich eine warme Dusche lieber abends, denn ich weiß dass morgens mein Kreislauf nicht immer „Hurra“ schreit und mit den Jungs muss man einfach funktionieren. Daher bin ich inzwischen morgens recht schnell – kaltes Wasser ins Gesicht, Haare kämen, anziehen – fertig!

Glcük habe ich, wenn danach alle noch schlafen, denn dann würde ich auch das Müsli noch schnell auf den Tellern verteilen und Obst schneiden. Das klappt aber in den seltensten Fällen.

Die innere Uhr macht das wir eigentlich immer pünktlich sind

Je nachdem wer also wach ist zieht sich an, bzw. wird angezogen und kommt mit an den Frühstückstisch. Ich bereite den letzten Rest vor, Pelle spielt in seiner Spielküche und Emil erzählt mir was. Wir frühstücken auch in der Woche meist alle zusammen. Ganz selten kann es passieren, dass einer der Jungs noch schläft und da ich nichts schlimmer finde als schlafende kleine Kinder zu wecken, lasse ich ihm den Schlaf so lange es geht. Um viertel vor sieben wecken wir ihn aber spätestens, denn um viertel nach sieben stehen wir alle angezogen an der Tür. Klar gibt es Tage, da würden die Kinder lieber noch spielen, aber die sind tatsächlich selten. Ich fahre ja nur an 3 Tagen ins Büro und arbeite an den zwei anderen von zuhause. An den Tagen lasse ich sie dann noch spielen, ohne zu sagen, dass sie sich anziehen müssen, weil es los geht und trotzdem stehen sie meist pünktlich, auch ohne Aufforderung da. Natürlich nicht direkt angezogen, sondern sie toben und springen dann um einen rum, weil sie nicht wissen, was sie machen sollen. Aber wir sind von Anfang an mit allen immer zur selben Zeit los gefahren. Und ich glaube es ist einfach eine Art innerer Wecker geworden. Der klingelt übrigens auch am Wochenende oder in den Ferien. Wir sind daher auch am Wochenende meist früh mit dem Frühstücken fertig.

Denkt bitte nicht, dass alle Tage so laufen, es gibt auch bei uns chaotische Tage und natürlich haben die Kids alle ihre Launen, aber wenn es richtig gut läuft, dann sind diese Tipps aus dem Artikel meist immer erfüllt. Wie läuft es bei euch, was sind eure geheimen Tipps für einen entspannten Start in den Tag?

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7 Comments

  • Reply
    Kim
    22. Januar 2020 at 06:55

    Guten Morgen Kerstin,

    Da unsere Morgen schon länger immer wieder in einer Katastrophe enden (meine Kinder sind fast 4 und 5) und immer (nur) ein Kind durchbockt – habe ich langsam das Gefühl, dass die beiden sich morgens absprechen, wer heute mit der schlechten Laune dran ist. Zu meiner Frage: wann gehen deine Kinder schlafen und wann stehen sie auf? Wie lange dauert es bei euch morgens?

    LG Kim

    • Reply
      Kerstin
      23. Januar 2020 at 08:56

      Liebe Kim, die Jungs gehen sehr früh schlafen – meist gegen 18:30, spätestens 19 Uhr. Sie wachen dann von alleine gegen 6:00 wieder auf. Und tatsächlich passiert bei uns morgens nicht viel außer Frühstücken und Anziehen. Also insgesamt haben wir alle ca. 1,5 Stunden. Denn um 7:15 verlassen wir meistens das Haus. Je weniger Zeit umso besser klappt es, auch mit den Launen der Kinder. Es freuen sich alle das es losgeht. Pelle trägt schon direkt nach dem Frühstück die Schuhe her und Emil lungert auch immer drauf. Nur Paul würde glaube ich manchmal gerne lieber spielen. Aber er geht auch am wenigsten gern in den Kindergarten. Ich drück die Daumen, dass es bei euch bald entspannter wird. Liebe Grüße, Kerstin

      • Reply
        KIM
        23. Januar 2020 at 09:09

        Ich hatte schon fast vermutet, dass du schreiben wirst, dass die drei so früh ins Bett gehen. Meine gehen erst um 20 Uhr manchmal später schlafen, weil mein Mann so spät von der Arbeit kommt und sie ihn sonst nicht sehen würden. Dafür schlafen sie aber auch extrem lange. Ich habe schon lange überlegt, die beiden mal früher ins Bett zu bringen, um zu sehen, ob uns das hilft.

  • Reply
    Julika
    22. Januar 2020 at 12:16

    Seit vier Wochen haben wir drei Kinder und dabei auch noch einen knapp Zweijährigen. Für mich eine wahnsinnige Herausforderung und ich bin dankbar für Tipps und deinen Artikel!!

    • Reply
      Kerstin
      23. Januar 2020 at 09:03

      Oh ja, das glaube ich dir – ich hätte in dem Artikel vielleicht noch mal erwähnen sollen, dass es entspannt auch vor allem dann läuft, weil wir beide, also mein Mann und ich zusammen die Jungs fertig machen. Die Vorbereitung mache zwar ich, aber morgens putzt er mit den Jungs die Zähne, zieht einen an und nimmt auch entweder die Großen oder eben den kleinen mit. Ich stehe also nie allein vor der Aufgabe. Liebe Grüße, Kerstin

  • Reply
    KIM
    23. Januar 2020 at 12:57

    Ich hatte schon fast vermutet, dass du schreiben wirst, dass die drei so früh ins Bett gehen. Meine gehen erst um 20 Uhr manchmal später schlafen, weil mein Mann so spät von der Arbeit kommt und sie ihn sonst nicht sehen würden. Dafür schlafen sie aber auch extrem lange. Ich habe schon lange überlegt, die beiden mal früher ins Bett zu bringen, um zu sehen, ob uns das hilft.

  • Reply
    Verena
    25. Januar 2020 at 11:27

    Hast Du vielleicht auch Tipps, wie Du das machst, wenn Du alleine bist? Ich hätte so gerne wenigstens ein bisschen Routine und entweder mal morgens oder abends noch kurz ohne Kinder was vorbereiten wäre ja mein Traum – klappt aber leider nie. Ich geh mit beiden ins Bett und steh mit mindestens einem von beiden auf, der/die Zweite wacht spätestens beim Wickeln und Anziehen vom anderen auf. Mein Mann ist morgens leider nie da und abends wollen die Kinder nicht mit ihm.

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