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Warum Kinderkleidung für mich nicht zu teuer sein darf.

Ich habe lange überlegt, ob ich den Artikel schreiben kann oder nicht, aber ich mach das jetzt einfach. Auch wenn ich gutes Design liebe und auch coole Klamotten für die Jungs sehr mag oder eben den wunderschönen Strampler fürs Baby, ich zucke doch jedesmal wenn ich dann den Preis sehe. Kinderkleidung die mehr als 50/60/70€ und mehr pro Teil kostet – Und das dann auch mal pro Body und nicht etwa pro Winterjacke – Wahnsinn!

Es gibt so viele wirklich tolle Lables keine Frage, ich mag sie auch sehr! Aber viele davon sind noch nicht mal besonders nachhaltig oder aus Biobaumwolle und dennoch wird gefühlt der Markt an teuren Kinderklamotten immer größer – die Instagram & die Online Shops sind voll davon und es scheint ja auch wirklich gekauft zu werden. Sonst würde es diese große Auswahl an hippen & coolen Lables ja nicht geben. Wie gesagt, ich denke auch jedes Mal – oh cool, das würde Emil sicher auch stehen oder dies für Pelle – süß oder! Aber dann gucke ich die Kinder an, wie sie durch den Garten toben – schon Pelle mit seinen 11 Monaten sitzt am liebsten im tiefsten Dreck und krabbelt dafür natürlich vorab durch die Haustür über die steinige Auffahrt in Richtung Sandkiste. Ich weiß nicht, was ich denken würde, hätte er dabei eine 60€ teure Hose an. Vermutlich würde ich ihn direkt packen und gucken, dass nichts dreckig wird oder kaputt geht. Ich wäre jedenfalls ziemlich unentspannt. Selbes Problem hätte ich vermutlich jeden Mittag, wenn er mal wieder das Lätzchen nicht um hat und stattdessen das Essen, welches eigentlich auf dem Weg in den Mund ist, auf halben Wege verliert und auf seinen Klamotten verteilt.

Meine Kinder sind immer dreckig und das ist gut so!

Aber ich bin aus den Gründen einfach nicht bereit so wahnsinnig viel Geld für ihre Kleidung auszugeben. Wobei ich meinen Zahl vermutlich noch runter setzen würde, denn ich fange schon an bei 40€ pro Teil genau zu überlegen. Daher dachte ich mir, ich schreibe euch mal auf, wo und wie ich Kinderkleidung kaufe und für welche Teile es sich dann doch lohnt Geld auszugeben, weil sie das Kinderleben abkönnen und sehr beständig sind.

Ich kaufe am liebsten Second Hand

Flohmarkt: Noch kann ich es machen, denn den Jungs ist es egal, ob die Klamotten schon mal getragen wurden oder nicht. Bzw. ich glaube so richtig haben sie es noch nicht verstanden. Da es nicht ganz einfach ist auf dem Flohmarkt was zu finden, was mir gefällt ist das wirklich Glückssache. Meist ist es dann ein Stand an dem ich alles finde und an den 35 anderen Ständen eben nichts. Ich finde man sieht schon am Verkäufer/in, ob es passen könnte oder nicht. Bei Jungssachen ist ein wenig das Problem, dass viel einfach ziemlich bespielt ist. Was die Auswahl zu dem noch gering macht.

Second Hand Laden: Auch im Second Hand Laden schaue ich immer wieder vorbei und da nehme ich die Jungs auch gerne mit, so dass sie selber gucken können was ihnen gefällt und wir es dann zusammen entscheiden. Das ist wie im Laden, da kann man es anprobieren und wieder zurück hängen, wenn es sich doch komisch anfühlt beim tragen. Aber auch das ist bei meinem Geschmack wirklich Glückssache!

Sale: Jetzt kommt meine Chance auf die tollen coolen Teile! Ich bin tatsächlich großer Sale Käufer. Selten kaufe ich ein Teil zum regulären Preise. Besonders dann nicht, wenn ich schon vor ab weiß, es wird irgendwann so stark reduziert sein. Daher schaue ich natürlich jetzt nach den Sommersachen und im Frühjahr nach den Wintersachen, wobei es bei uns typische Sommersachen nicht gibt, da die Jungs genau wie ich eher sowas wie eine Capsule Wardrobe haben (Dazu aber wann anders mehr!) und auch im Winter meistens Jeans und T-Shirt tragen.

Instagram Second Hand: Ehrlich gesagt ist das mein kleiner Geheimtip und die beste und einfachste Art an schöne Second Hand Kleidung zu kommen, wenn der Lieblingsaccount einen solchen Sale Account hat, dann findet man sicher was und ich habe für Pelles Erstausstattung da viel gekauft.

Dennoch gibt es ein paar Sachen, wo sich in meinen Augen die Investition in die Qualität wirklich lohnt und wo auch ich gerade beim ersten Kind mehr Geld als üblich ausgebe, da ich weiß, es werden noch 2 weitere tragen.

Hochwertige Outdoorkleidung

Großer Favorit bei uns ist finkid. Ich liebe die Sachen – sie halten so einiges aus und sind absolut flexibel. Gerade die Funktionsjacke mit Innen und Außenjacke sind sehr praktisch und vor allem braucht man dann eben nur die beiden Jacken und nicht noch zusätzlich eine Winterjacke, eine Fleecejacke, eine Softshelljacke und eine Regenjacke – mit dem Set der beiden Jacken hat man alles abgedeckt. Emils Schneeanzug von vor 4 Jahren wartet jetzt schon auf Pelle – er war unten etwas abgelaufen, das habe ich beim Schneider korrigieren lassen und jetzt kann er locker noch von 2-3 Kinder getragen werden. Das heißt es lohnt sich nicht nur für die eigenen Kinder, sondern auch für den Weiterverkauf.

Walkoverall oder Jacke für die Kleinen

Ebenso unverzichtbar, vor allem für die Kleinen von 0-3 Jahre sind Walk-Overalls. Ich mag die Sachen von engel und Hessnatur. Die halten auch ebenfalls mehrere Kinder stand und man braucht eben auch nicht viel mehr. Im Herbst und an milden Wintertagen wird Pelle vermutlich täglich mit dem Overall losgehen. Bei Regen kommt noch ne Regenhose drüber – fertig. Auch hier wartet der von Paul schon in seinem Schrank. Man muss sie nicht waschen, sondern nur bürsten, was auch sehr praktisch ist und ich finde sie sind auch jeden Cent wert. Da man sie gut umkrempeln kann halten sie meist sogar zwei Winter, je nachdem wie das Kind wächst. Ich habe hier einen in Gr. 86/92 der wirklich groß ausfällt und weiß das Paul ihn zwei Winter getragen hat. Also fast 1,5 Jahre am Stück, denn so richtig warm ist es hier im Norden ja nur 3 Monate lang.

Schuhe

Wo ich vermutlich kein Geld spare und immer viel ausgebe ist bei Kinderschuhen. Ich liebe die Schuhe von Bisgaard, die Jungs inzwischen eher Turnschuhe, bzw. sportlichere Sneaker von Sportmarken. Dennoch gucken wir da immer das der Schuh gut sitzt und ein ordentliches Fußbett hat. Auch bei Kindergartenhausschuhen. Denn gerade die haben die ja wirklich manchmal viele Stunden am Tag an. Zuhause wird hier eh meist barfuß gelaufen, daher brauche ich teure Hausschuhe zum Glück nicht zweimal. Wo ich wiederum gerade auf Second Hand zurückgreife, sind Fußballschuhe. Die Füße wachsen so schnell und für eine Stunde die Woche dürfen es da auch gebrauchte Fußballschuhe sein, zumal man da auch noch welche für drinnen und für draußen braucht.

 

Ich bin wirklich gespannt wie lange ich mit meiner Art und Weise Kinderklamotten für die Jungs zukaufen noch umsetzen kann und ab wann die eigenen Wünsche losgehen. Noch hält es sich in Grenzen, natürlich wird geguckt, ob es gefällt, aber eben nur das, was ich auch schon mit nach Hause gebracht habe. Erst neulich war ich sehr traurig, dass Emil nicht so begeistert von der coolen Mini a Ture Jacke aus dem Sale war, wie mein Mann und ich. Ich hatte da nen wirkliches Schnäppchen gemacht und fand sie echt schick, aber ich glaube Emil nicht so richtig. Und dann weiß ich inzwischen bringt es auch nichts, wenn es trotzdem in den Kleiderschrank einzieht, nur um immer wieder von mir vorgeschlagen und abgelehnt zu werden.

Ich habe euch noch mal unter der Kategorie Capsual Wardrobe ein paar Dinge verlinkt, die die Jungs hier so im Kleiderschrank haben.

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1 Comment

  • Reply
    Stephanie
    17. August 2019 at 08:12

    Danke, dass du das mal thematisiert. Es ist wirklich verrückt, dass mir der Markt suggeriert, dass die Kindersachen für unseren Sohn teurer sein müssen als was ich mir selbst in den Schrank hänge. Denn hier ist es genauso. Tomatensoße oder Farbe auf dem TShirt, lange Hosen mit Löchern bevor die neue Größe fällig ist… und er soll doch ein Kind sein dürfen.

    Was wir noch machen:
    Jacken etwas groß kaufen, dann geht das 2 Winter
    Löchrige Jeans vom Frühjahr abschneiden und als kurze Hosen für den Sommer.
    Gute Schuhe – dafür lieber nur 2 Paar für die ganze Saison als 10 die kaum getragen werden.

    Nur beim Minimalismus sind wir ganz weit weg von Euch. 😉

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